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BVB-Boss Hans-Joachim Watzke: "Würde lieber betteln, als zum FC Bayern zu gehen"

Sun 13 October 2019 | 9:02

Der BVB-Boss erklärt sein schwieriges Verhältnis zu Uli Hoeneß und die Hintergründe zum FCB-Darlehen für die Borussia 2005.

Hans-Joachim Watzke schreibt in seinem Buch "", , über sein problematisches Verhältnis zu Bayern-Präsident Uli Hoeneß. "Wir sind beide sehr, sehr unterschiedlich vom Typ her. Wir waren uns auch nie nah. Für eine Freundschaft zwischen uns wird es nie reichen. Wir sind noch nicht mal per Du", schreibt Watzke. Vor dem, was Hoeneß bei den Bayern aufgebaut hat, habe Watzke jedoch "einen Riesen-Respekt".

Watzke erklärte: "Wenn du dich in irgendeiner Weise gegen den FC Bayern und Uli Hoeneß stellst, dafür kann es ja durchaus sachliche Gründe geben, drohst du auch immer komplett untergepflügt zu werden. Das hat etwas Rigoroses – was aber auch durchaus erfolgreich ist, wie Uli Hoeneß und die Bayern immer wieder zeigen. Aber wahrscheinlich sind wir beide so extrem auf unsere Klubs fixiert, dass es da zwischen uns auch nichts mehr geben kann."

BVB-Boss Watzke: "Würde lieber betteln, als zum FC Bayern zu gehen"

Wenn der BVB dann mal "komplett untergepflügt" wird, dient Watzkes deutlich besseres Verhältnis zu Rummenigge der Vermittlung, wie der Vorstandsboss des deutschen Rekordmeisters erklärt: "Uli ist ein wahnsinnig emotionaler Mensch. Und er lässt auch gern mal einen scharfen Satz los, der dann natürlich auch in Dortmund ankommt. Dann ruft Aki immer bei mir an und sagt: 'Sag ihm doch bitte, er soll damit aufhören.' Ich bespreche das dann mit Uli."

Watzke hat in erster Linie Probleme mit Hoeneß' "Selbstgewissheit". Als der BVB den Bayern 2011 erstmals gefährlich wurde, wachte die Abteilung Attacke der Bayern auf. "Das ist ja damals die Masche von ihm gewesen, dich in verbale Scharmützel zu verwickeln", erklärt Watzke. Da er selbst jedoch nicht zurückstecke, standen er und Hoeneß schnell auf Kriegsfuß.

Wie sehr, wird aus Watzkes Zeilen über die Beinahe-Insolvenz der Borussia im Jahr 2005 deutlich. Damals überwies der FC Bayern dem BVB zwei Millionen Euro, um mit der Zahlung der Gehälter zu helfen. "Völlig überraschenderweise, ironisch gesagt, tauchte das Thema 'Darlehen von den Bayern' erstmals in der Öffentlichkeit auf, als wir das erste Mal Meister waren. (...) Ich habe mich dann aber öffentlich nur ein bisschen dagegen gewehrt, denn was mit dieser Geschichte ja erzeugt werden sollte, war die Assoziation, dass ich zum FC Bayern gegangen wäre und ihn um Geld gebeten hätte. Ich würde aber niemals den FC Bayern auch nur um einen einzigen Euro fragen. Ich schätze den Klub sehr, aber lieber würde ich unter der Brücke in Dortmund betteln, als zum FC Bayern zu gehen. Wenn du deinen größten Rivalen um Geld anpumpst - mehr erniedrigen kann man sich nicht auf dieser Welt", schreibt Watzke.


source: SportMob
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